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Mittwoch, 15. Juli 2009Ein Ausschnitt von 135 zufälligen Fotos von den rund 2500, die wir “geschossen” haben ![]()

Ein Ausschnitt von 135 zufälligen Fotos von den rund 2500, die wir “geschossen” haben ![]()
Meli und Flo in AustralienVor zwei Tagen bekamen wir wieder eine E-Mail mit einigen Fragen darin. Viele von euch wollen Wissen, welche Fächer man wählen soll und wie man das eine oder andere managen muss. Mit Einverständnis von Nabil möchte ich die E-Mail von ihm gerne hier veröffentlichen:
Hallo,
ich verfolge täglich euren Blog, da ich bald selbst an die QUT für 6 Monate gehe! Bei mir sind allerdings noch Fragen offen, vielleicht könnt ihr sie mir ja beantworten!?
Ich werde wahrscheinlich auch den Kurs Marketing belegen. Würdet ihr mir eher davon abraten oder findet ihr den gut? Ich werde mir das hier in Deutschland dann auch anrechnen lassen!
Ich habe geplant ein Praktikum in Brisbane für 2 Monate zu absolvieren! Meint ihr das klappt oder wird das eher schwierig? Zur Info: Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau!Viele Grüße!
Nabil
Ich habe wie folgt darauf geantwortet:
Hallo Nabil,
freut mich zu hören, dass noch jemand außerhalb der Familie fleißig den Blog verfolgt.Mit der QUT hast Du Dir wirklich ein schönes Plätzchen ausgesucht. Queensland ist ja auch wirklich DER Sunshine-State in Australien: immer warm, nette Leute und und und
Aber nun zu deinen Fragen:
Ob dir Marketing gefällt, können wir dir jetzt leider nicht sagen, aber zumindest soviel:Wir studieren Medientechnik und Marketing gehört zwar zu unseren Fächern, wir “schneiden” das aber nur an. Das heißt: bei uns an der FH in Deutschland wäre Marketing um einiges simpler gewesen (wir sind ja auch ein Ingenieursstudiengang und keine richtigen Marketing-Manager
)
Das heißt:
Melanie ist schon ein kleiner Marketing-Freak. Sie fand es toll! Nebenbei bemerkt ist sie auf diesem Gebiet auch sehr engagiert und sucht derzeit ein Praktikum.
Ich bin eher der Informatiker und ich hab mit Marketing so eigentlich nichts am Hut. Für mich was es schon schwer, ganz einfach aus dem Grund, dass es eigentlich nur darum geht ein Buch auswendig zu lernen. Ich kann mir Sachen immer logisch erklären aber mit auswendig lernen hab ich’s nunmal nicht.Generell war die Prüfung überraschend “einfach”, wenn man so sagen darf. Aber das hängt immer davon ab, wie Fit man ist. Wir haben wahrscheinlich einfach das Passende gelernt und zufällig ist auch das dran gekommen was wir konnten
Marketing an der QUT ist sehr beliebt, ungefähr 1000 Studenten schreiben sich pro Semester ein. Es ist also knallvoll. Desweiteren gibt es noch etwas, was man aus Deutschland eigentlich so nicht kennt: die Tutorien. Alle Marketingstudenten werden in Tutorials eingeteilt (10 bis 20 Leute). In den Tutorials werden Aufgaben gelöst aber es werden auch Referate gehalten (die benotet werden). Das heißt: in den Marketingtutorials herrscht Anwesenheitspflicht.
Also wie gesagt: wenn du auf Marketing stehst dann ist es sicherlich das Richtige für dich. Falls nicht und Du Dir noch andere Fächer anerkennen lassen kannst (welche, die Dir womöglich besser passen) dann nimm diese. Meine Erfahrung ist, dass man die Sachen, die man am liebsten mag auch gut besteht.
Zum Praktikum:
Wenn Du schon ein Praktikum hast, ist das kein Problem. Ansonsten ist es schwierig, weil die Australier hier kein ‘Praktikum’ kennen. Es ist blöd als Nicht-Australier einen guten Platz zu finden, weil man nimmt den Einheimischen ja “die Arbeit weg”. Besser ist, wenn man angeworben wird, denke ich.
Du brauchst auf alle Fälle ein Studentenvisum mit Arbeitsmöglichkeit, weil – falls Du wirklich ein Praktikum machen willst – fest eingestellt wirst. Auch wenn wenn es nur für zwei Monate sind. Steuern und et cetera müssen natürlich abgeführt werden.Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiter helfen. Solltest Du noch Fragen haben, melde Dich ganz einfach.
Viele Grüße aus Woolloongabba
Florian
Endlich hab ich auch einmal ein wenig Zeit gefunden unsere Planung für die Wochen nach dem Studium zu vollenden. Ja vollenden, denn ein klein wenig harte Arbeit war das schon. Ungefähr drei Tage war ich nur am Planen, Suchen, Recherchieren und so weiter. Auch Melanie hat mich natürlich kräftig unterstützt. Sie hat sehr viele Tipps aus Ihrem Buch “Australien” (ein Allianz Reiseführer) raus gezogen und in meine Google Maps Landkarte eingetippt.
Ich war dann mit der Vollendung und der Tagesplanung beauftragt und habe meine Route anhand vieler guter Reisetips des Lonely Planet Australien entnommen.
Im einzelnen werden wir zuerst nach Cairns fliegen. Von dort aus geht’s dann weiter nach Cooktown um eine Aborigineführung mit zu machen. Danach weiter nach Port Douglas zum Beach-Horse-Riding und einer Segelfahrt dem Sonnenuntergang entgegen (um nur einige tolle Sachen zu nennen). Später düsen wir dann nach Cairns wo wir uns natürlich dem Great Barrier Reef hingeben werden.
Weiter gehts mit dem Flugzeug nach Alice Springs. In dieser kleinen Stadt inmitten Australiens gehts dann auf eine Tour zum Ayers Rock und mit dem Ghan (ein Zug) weiter nach Adelaide. Adelaide wird uns allerdings nicht lange aufhalten, weil uns nicht sehr viel an dieser Weingegend liegt. Auf alle Fälle aber werden wir uns mit Kangaroo Island vertraut machen. Dort wird ja unter anderem toller Honig hergestellt. Außerdem kann man Seelöwen, Pinguine und Pelikane beobachten.
Zum Schluß werden wir uns in Melbourne aufhalten. Von dort geht’s dann auch wieder zurück nach Good Old Germany.
… geht das? Nach einem Artikel der Welt Online ist das gar nicht mehr so weit her gegriffen. Demnach arbeite das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bereits an einem “Flugraumschiff” namens SpaceLiner. Diese Mischung aus Flugzeug und Raumschiff könnte wirklich – reiche Fluggäste vorausgesetzt – von Frankfurt nach Sydney in nur 90 Minuten fliegen.
Weitere Informationen und Bilder liefert das DLR auf seiner Website: Von Frankfurt nach Sydney in weniger als 90 Minuten
Internet-sei-dank haben wir ja keine Probleme, Kontakt nach Hause auf zu nehmen. Die 16000 km zum Bayerischen Wald machen sich aber auch via Skype bemerkbar. Die Töne, die man produziert kommen etwas verspätet an und auch das Bild lässt manchmal zu wünschen übrig. Aber damit muss man leben und vor allem: es kostet ja auch nichts.
Darüber hinaus kann man natürlich auch das Handy benutzen. Ziemlich günstig sind hier die Tarife sogar, wenn man ins Ausland telefonieren will.
Mit dieser ganzen neuen Technologie ist es wirklich so als wäre man eigentlich gar nicht weg. Viele unserer Verwandten sagen uns immer am Telefon: “Es kommt mir vor als wäret ihr erst ein paar Wochen weg!”.
Ein wenig abwertend ist der Titel ja schon
Cockroaches sind auf deutsch eigentlich Kakerlaken. Und der hat mit dem Aldi eigentlich gar nichts zu tun. Aber mit beidem hatten wir letzte Woche unsere Bekanntschaft gemacht.
Zu aller erst der Aldi. Unsere Mitbewohnerin Ida hat uns mal gefragt, ob wir den Aldi kennen, weil sie glaubt, das käme eventuell aus Deutschland. Und recht hatte sie natürlich. Gleich gefragt, wo der nächste Aldi denn ansässig ist haben wir uns am Freitag gleich auf den Weg gemacht. Natürlich haben wir wieder mal den falschen Bus genommen und sind viel zu früh ausgestiegen, aber naja. Damit muss man wohl leben ![]()
Noch eine kleine Anleitung, damit andere ihn eventuell auch finden. Zu aller erst: Google Maps Koordinaten zum Aldi in Carindale.
Am Besten ihr fährt mit Translink über Woolloongabba nach Carindale Interchange. Dort ausgestiegen geht ihr gleich ins rießige Einkaufszentrum (das übrigens so groß is wie unser benachbartes Cricket-Stadion). Dort ist er dann eigentlich gleich ausgeschrieben.
Zum zweiten: die Cockroaches. Gestern kam eine durchs Wohnzimmerfenster geflogen. Ida und Jin standen mit panischer Angst sofort auf und rannten davon (!). Naja… eigentlich nur um gleich eine Zeitschrift und einen Staubsauger zu holen. Wobei Jin mir dann gleich die Zeitschrift in die Hand drückte und mit voller Erfurcht bloß meinte: “Can you do that for me?”
Es war wohl klar, was gemeint war. Jedenfalls sind die Teile ungefähr einen einen halben Finger lang und daher schon etwas größer als die Bugs (Käfer), die wir zu Hause haben. Hier ein australian Cockroach-Foto.
Und weil es so schön ist: gleich noch zwei Fotos vom Einkaufszentrum in Indooroopilly.
Gut zu wissen: Wie kommt man eigentlich von A nach B in Brisbane bzw. Queensland?
In unserer Late Orientation wurde uns von einer GoCard erzählt. Wer diese Karte besitzt kann sehr günstig durch die Gegend düsen. Und zwar mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln die es in Brisbane so gibt. Also: Bus, Bahn und Ferry. Zuständig für diese Dienstleistung ist TransLink.
Dieses kleine Video verdeutlicht, wie es geht:
Es funktioniert wirklich so einfach, wie es gezeigt wird. Einfach an den Automaten die Karten hinhalten, wenn man einsteigt und auch wieder hinhalten, wenn man aussteigt. Der Automat piepst dann zweimal (Concession-Card) und das wars. Das Geld wird dann ganz einfach von dem Guthaben – welches man vorher natürlich raufladen muss – abgezogen. Funktioniert also wie ein Handy-Prepaid-System.
Die Karten bekommt man fast überall. Wir haben unsere in der Queen Sreet Mall bei einem Zeitschriftenhändler gekauft. Es enstehen nur einmalige Kosten für die Karte (A$ 5,-) und natürlich das, was man raufladen will.
Das coole dabei ist, dass man bis zu 35% nochmal sparen kann, wenn man die Karte besitzt. Das Transportieren von A nach B ist aber ohnehin schon günstig. So kam es auch, dass wir für umgerechnet nur 3 Euro knapp 160 km von Brisbane nach Main Beach gefahren sind. Wir nutzten den Bus und die Zugverbindungen. Echt wahnsinn.
Da wir meistens auch mit dem Bus unterwegs sind:
In Brisbane gibt es ein sehr großes Busnetz. Die Stadt hat ja kein U-Bahn, deswegen haben sie einfach eigene Busstraßen eingerichtet. Jetzt ist man auch innerhalb von 5 Minuten am anderen Ende der Stadt und umgeht so den Stau (der meistens vorherrscht). Eingeteilt ist das gesamte Gebiet in sogenannte Zonen. Der “Bus-Ride” wird anhand der bereisten Zonen berechnet. Wenn man also innerhalb der erste Zone bleibt, fährt man am günstigsten usw.
Es ist also passiert! Endlich waren wir am Meer! Am wunderschönen Strand von Surfers Paradies. Gestern (am Samstag) sind wir für nur 3 Euro grob 80 km hin und zurück gefahren. So eine Strecke für so wenig Geld wäre in Deutschland unmöglich gewesen. Möglich macht das die GoCard! von Translink.
Während der Zugfahrt konnten wir uns ein bisschen mit der Gegend vertraut machen. Leider haben wir noch keine rote Erde gesehen. Im Gegenteil! Hier an der Ostküste entlang ist eigentlich alles grün.
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Because Melanie has some friends in Malta, I’m writing some entries in english too. So yesterday we were at the wonderful beach of Surfers Paradies. The train only costs 1,50 Euros for one-way = 3 Euros with return ticket. Thats only possible with the GoCard from Translink. In Germany that’s nearly impossible to get such a cheap ticket for about 80 km!
During the train ride we got familiarize with the region on the eastcoast. Unfortunately we haven’t seen the “red earth”. Everything was green there.
Yo… da wir ja eigentlich nicht so schnell etwas gefunden haben:
Die besten Internet-Seiten, die uns geholfen haben, was zu finden waren:
Dazu lässt sich sagen: die netten Menschen am QUT-Accommodation-Service hängen fast nur Einträge aus realestate aus, was nicht immer von Vorteil ist. Vieles ist schon weg, wenn es angepinnt wird.
Bei Gumtrees kann man ganz schnell fündig werden. Hier werden die letzten Einträge auch ganz oben angezeigt. Man wird schnell fündig, wenn man gleich die obersten anruft.
Unsere Wohnung haben wir über Flatmates gefunden. Generell lässt es sich hier sehr schön suchen und es sind meist auch tolle Sachen drin.
Der Accommodation-Service fährt einem auch quer durch die ganze Stadt. Uns z.B. zu fünf oder sechs verschiedenen Orten. Aber man kann nicht erwarten, dass das alles toll ist. Die meisten “Baracken” sind ohne Klimaanlage, die sanitären Einrichtungen lassen meist zu wünschen übrig und alles ist sehr einfach gehalten (alles verrostet, keine Betten oder nur Matratze am Boden etc. usw.)